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Sa: 09.02.2019 19:00 Uhr

Rossini: Petite Messe solennelle

UniChor & UniOrchester der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Klassik
Ausverkauft - aufsteigend bestuhlt

Veranstaltungsdetails

Rossini: Petite Messe solennelle

Der Veranstalter Collegium musicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz beschreibt die Veranstaltung wie folgt:

UniChor Mainz
UniOrchester Mainz
Soli: Preisträgerinnen und Preisträger des Gutenberg-Gesangsstipendiums 2018/19

Leitung: Felix Koch

G. Verdi: Ouvertüre zu La forza del destino (Fassung 1869)
G. Rossini: Petite Messe solennelle (Orchesterfassung 1867)

UniChor & UniOrchester der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum ersten Mal zu Gast in Ingelheim – insgesamt rund 200 musikbegeisterte junge Leute, die sich unter der Leitung von Prof. Felix Koch auf hohem semiprofessionellem Niveau bekannten und weniger bekannten Werken der großen chorsinfonischen Literatur widmen. Im Zentrum des Programms im Wintersemester 2018/19 steht Rossinis Petite Messe solennelle.

Eine chorsinfonische Messe vom Großmeister der heiteren Opera buffa?
Gioachino Rossini (1792-1868), einer der wichtigsten Komponisten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ist vor allem durch seine 39 Opern bekannt, darunter Publikumsfavoriten wie Der Barbier von Sevilla, Die diebische Elster oder Wilhelm Tell; geistliche Werke von ihm sind weniger geläufig.
Rossinis ausgeprägter Sinn für Humor, der so viel seiner Musik prägt, zeigt sich vor allem auch in funkelnder Selbstironie: So ist etwa seine späte Klaviermusik, die er unter dem Titel Sünden des Alters gesammelt hat, „den Pianisten der vierten Klasse gewidmet, zu denen zu gehören ich die Ehre habe“ – und sein letztes großes Werk, 34 Jahre nach seinem Rückzug von der Opernbühne komponiert, eine abendfüllende Missa solemnis, versieht er selbst mit dem Attribut „klein“ (petite).
Rossinis eigenhändige Widmung auf dem Manuskript lautet: „Lieber Gott, hier ist sie, die arme kleine Messe. Ist es wirklich heilige Musik – oder verfluchte Musik? Ich bin für die Opera buffa geboren, du weißt es wohl. Ein wenig Geschick, ein wenig Herz, das ist alles. Sei also gepriesen und gewähre mir Eingang ins Paradies.“
Die Petite Messe solennelle entstand als Auftragswerk für den Grafen Alexis Pillet-Will, in dessen Pariser Privatkapelle die Messe im März 1864 erstmals aufgeführt wurde. Dies erklärt auch die heute seltsam erscheinende, „kleine“ Originalinstrumentierung für Gesangsstimmen, zwei Klaviere und ein Harmonium. Diese damals durchaus nicht so ungewöhnliche Besetzung erweiterte Rossini 1867 selbst zu einer Fassung für Chor und großes Orchester – eigentlich nur, um fremden Bearbeitern zuvorzukommen, wie er selbst bekennt, denn: „findet man die Messe nun in meinem Nachlass, so kommt Herr Sax mit seinen Saxophonen oder Herr Berlioz mit anderen Riesen des modernen Orchesters, wollen damit meine Messe instrumentieren und schlagen mir meine paar Singstimmen tot, wobei sie auch mich glücklich umbringen würden.“
Beide Fassungen Rossinis existieren seitdem mit je eigenen Vorzügen gleichberechtigt nebeneinander.

Das UniOrchester Mainz eröffnet das Programm mit Giuseppe Verdis Ouvertüre (1869) zu seiner Oper La forza del destino (Die Macht des Schicksals), eines der qualitätsvollsten und höchstgeschätzten Orchesterstücke des Komponisten.

Ort: kING Kultur- und Kongresshalle (Großer Saal)
Bestuhlung: aufsteigend
Hauseinlass: 18:00 Uhr
Saaleinlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
Veranstalter:

Collegium musicum der Johannes Gutenberg-Universität Mainz